Großzügigkeit

Was uns hier von Anfang an am meisten überrascht hat, ist die unglaubliche Großzügigkeit der einheimischen Bevölkerung, die im Allgemeinen in einer für uns unvorstellbaren materiellen Armut lebt. Als wir in der ersten Woche unterwegs waren, um unsere Nachbarn zu unserem Einstandsfest einzuladen, gerieten wir mitten in eine Geburtstagsfeier. Erst als unsere Bäuche mit Essen und Trinken mehr als prall gefüllt waren, durften wir uns wieder auf den Heimweg machen.

Heute hat unser Nachbar 2 Schweine geschlachtet. Das war nicht nur für uns ein sehr archaisches (Duden: entwicklungsgeschichtlich älteren Schichten der Persönlichkeit angehörend) Erlebnis. Viele Erinnerungen an meine Kindheit traten zutage.

Als wir am Abend nach Hause kamen, rief uns die Bäuerin über den Zaun zu sich, um uns mit 2 kg Fleisch zu beschenken. Jeder, der uns kennt, weiß, dass wir sehr fleischarm leben. Aber dieses Geschenk ist bei uns in allerbesten Händen.

Diese kleine Geste hat uns total berührt. Ausser „Jo napot“ (Guten Tag) können wir uns nicht mit ihnen unterhalten, da die Entwicklung unserer Ungarisch-Kenntnisse noch ein wenig Zeit brauchen wird. Das hielt sie aber nicht davon ab, sich mit dieser besonderen Geste großzügig zu erweisen.

2 kg von Feinsten schlachtfrisch

 

Kirschen, Marillen, Himbeeren, Pflaumen und Gemüse, zum Teil zum selber Ernten, zum anderen Teil bereits geerntet, erfreuen unsere Küche regelmäßig.

Sauerkirschen in allerfeinster Qualität
Der nächste Winter kommt bestimmt….

 

Glücklicherweise können auch wir uns hin und wieder mit einem Stück házi készítésű sütemény (hausgemachter Kuchen), mit einer Einladung und zunehmend auch mit Früchten aus unserem eigenen Garten (dazu in Kürze mehr) erkenntlich zeigen.

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